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A-Klasse 4: Der FCS muss drei Zähler an den TSV Reichertshausen abgeben.

(ty) Es sind bittere Tage für den FC Schweitenkirchen. Erst gestern verlor man kurz vor Schluss das Spitzenspiel gegen den Türk SV Pfaffenhofen mit 1:3. Nun sind die nächsten drei Punkte weg: Wie in der vergangenen Woche bereits berichtet, hat der TSV Reichertshausen beim Sportgericht Protest eingelegt, nachdem der FCS den A-Jugend-Spieler Kilian Schäffer eingesetzt hatte. Das wäre an sich kein Problem, Schäffer hatte zuvor aber schon in der zweiten Mannschaft des FCS gespielt – zwei Partien an einem Tag sind einem Nachwuchs-Kicker nicht erlaubt, der Verein hatte gegen § 8 Absatz 4 der Jugendordnung verstoßen.

Das Sportgericht hat nun das Urteil gefällt. In dem offiziellen Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, heißt es unter anderem: „Das Spiel ist gemäß § 29 SpO für TSV Reichertshausen mit 2:0 als gewonnen und für FC Schweitenkirchen mit 0:2 als verloren zu werten.“ Hinzu kommt, dass der Verein auch noch eine Geldstrafe berappen und die Kosten des Verfahrens bezahlen muss.

Das Urteil wirft den FC Schweitenkirchen im Meisterschafts-Rennen der A-Klasse weiter zurück. Nun hat man nur noch 22 Punkte auf dem Konto und steht auf Platz fünf, der Rückstand zur Spitze beträgt sechs Zähler. Immerhin hat das Team noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Bitter für den FCS: Bei jeder Punktgleichheit zieht man nun den Kürzeren, da in diesem Fall zuerst die vorhandenen Sportgerichts-Urteile herangezogen werden.

FSC-Abteilungsleiter Baris Basaran erklärte: „Das ist natürlich nach der Niederlage gestern ein weiterer Rückschlag für uns. Es ändert aber nichts daran, dass wir es sportlich wieder ausbügeln wollen. Wie es weitergeht, werden wir intern entscheiden.“ Es könnte allerdings noch dicker kommen für die Rot-Grauen: Schließlich war beim Sportgericht ein anonymer Hinweis eingegangen, dass der Verein Schäffer in zwei weiteren Spielen eingesetzt und somit erneut gegen die Statuten verstoßen hatte.

Josef Bauer, Vorsitzender des Kreissportgerichts Donau/Isar, erklärte auf Anfrage: „Ein anonymer Hinweis interessiert uns zunächst nicht, wir leiten das lediglich an den Verbandsanwalt weiter. Er entscheidet über das weitere Vorgehen. Was bei den anderen beiden Spielen passiert, steht also sozusagen noch in den Sternen.“ Heißt auch: Es bleibt spannend.

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