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Rotteneggs Topstürmer feierte gestern sein Comeback und rettete die Geburtstagsparty seines Trainers.

Von Alexander Kaindl

48 Jahre ist Christian Müller gestern geworden, am Ende zündete sein langjähriger Weggefährte Daniel Dlugosch die Kerzen auf der Torte an: Rotteneggs Goalgetter wurde in der Halbzeit gegen den FSV Pfaffenhofen II eingewechselt und entschied mit seinen beiden Toren die Partie. Somit ist der HSV-Pfeil unser Held vom Feld in dieser Woche!

Exakt vier Wochen ist es her, als sich Rotteneggs Torjäger Daniel Dlugosch am Sprunggelenk verletzte. Bänderriss lautete die Diagnose. Dass der Vollblutstürmer nicht lange stillhalten kann, ist ohnehin klar. So feierte er gestern sein Comeback – und wie: Dlugosch erzielte nach seiner Einwechslung beide Treffer für seine Mannschaft im Landkreis-Duell gegen den FSV Pfaffenhofen II. „Er ist halt einfach ein Phänomen“, freute sich sein Coach. „Wir hatten vor dem Spiel gesagt, dass wir noch eine Woche warten, bis er wieder zum Einsatz kommt. Doch nach 45 sehr ausgeglichenen Minuten war ich sicher, dass nur er die Partie entscheiden konnte.“ So kam es dann auch. Geburtstagskind Müller zog seinen Joker zur Pause, Dlugosch „kam, sah und siegte“, wie selbst Pfaffenhofens Coach Michael Wolf einräumen musste. 

Beim 1:0 hatte Rotteneggs starker Keeper Marco Seitz den Ball weit in Richtung „Gulasch“ geschlagen. Die FSV-Hintermannschaft verschätzte sich, „die Kugel sprang einmal auf und ich dachte: Alles oder Nichts!“ – Dlugosch zog ab und es schlug unten rechts zur HSV-Führung ein (58.). „Beim 2:0 hat mich Sefa Yalcin steil geschickt, ich bin auf das Tor zugelaufen und habe getroffen“, schilderte der 28-Jährige. Gäbe es einen Lexikon-Eintrag für einen seiner Treffer – er würde genau solch eine Szene beschreiben. Sein zwölftes Saisontor in der 80. Minute war dann auch die Entscheidung. Die Party von Müller war gerettet. Am Ende dürfte es sogar zwei obligatorische Geburtstags-Kisten gegeben haben – schließlich hatte Dlugosch selbst erst am Sonntag vor einer Woche seinen Ehrentag.

Die Rottenegger hatten gestern aber nicht nur Jubiläen zu feiern. Durch den fünften Saisonsieg bleibt man in der A-Klasse 5 oben dran, da Unterbruck das Spitzenspiel gegen Zolling überraschend deutlich mit 0:5 verlor. So sind es nun nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz zwei, auf Spitzenreiter Paunzhausen fehlen derzeit drei Zähler – allerdings hat der TSV noch ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz. Mit Rottenegg ist jetzt aber wieder verstärkt zu rechnen, schließlich hält Dlugoschs Fuß wieder, was er seit jeher verspricht: Tore.


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