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Rotteneggs Youngster hatte gestern erheblichen Anteil am Heimsieg gegen Attenkirchen.

Von Alexander Kaindl

Wenn Torjäger Daniel Dlugosch ausfällt und auch Emre Arslan Ladehemmung hat, muss eben ein anderer Rottenegger einspringen: Gestern war das Felix Weber. Der 19-Jährige bereitete beim 3:1-Sieg seiner Mannschaft den ersten Treffer vor und erzielte die anderen beiden selbst. Damit ist er in dieser Woche unser Held vom Feld!

„Eigentlich war er vor der Saison als Defensivspieler eingeplant“, sagt Trainer Christian Müller über den Rechtsfuß. „Doch nach dem Bänderriss von Daniel hat er gegen Attenkirchen vorne gespielt. Ich habe zu ihm noch gesagt, dass er treffen wird. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“ Dabei saß Weber erstmal auf der Bank – eine Leistenverletzung bereitet ihm derzeit Probleme. Nach 22 Minuten brachte Müller seinen Joker dann trotzdem, nur sechs Zeigerumdrehungen weiter hatte es sich schon ausgezahlt: Martin Ernstorfer flankte in die Mitte, Weber legte auf Sefa Yalcin ab, der zum 1:0 vollstreckte (28.).

Wie ein typischer Defensivspieler verhielt sich Weber in dieser Szene nicht unbedingt. „Ich habe in der A-Jugend schon immer Stürmer gespielt“, gibt er im Gespräch mit unserer Redaktion zu. „Meiner Meinung nach bin ich auch eher offensiv begabt.“ In der Geisenfelder U19, die zusammen mit den Rotteneggern eine Spielgemeinschaft hatte, gelangen ihm im Vorjahr immerhin sieben Tore. Dass er weiß, wo die Kiste steht, zeigte Weber dann kurz vor der Pause: Flanke Tobias Eules, Kopfball, Tor – 2:1 für Rottenegg (44.).

So richtig überzeugend war der Auftritt des HSV im zweiten Durchgang nicht, das Spiel stand ein wenig auf der Kippe. Erst in der Schlussminute war die Messe dann endgültig gelesen und wieder hatte Weber seine Füße im Spiel: Nach einem Steilpass zog er aus 16 Metern ab und die Entscheidung war gefallen. „Ich freue mich natürlich, dass ich mich gestern in der Offensive beweisen durfte. Mit Emre und Daniel haben wir zwei Topstürmer. Da ist es schwer, überhaupt zu spielen“, meint Weber.

Mit seinen beiden Treffern dürfte Weber nun aber definitiv einen Stein im Brett haben. „Er ist ein junger Perspektivspieler, der alles mitbringt. Vor allem Torhunger, das hat er gestern bewiesen“, erklärt der Coach. Vielleicht reicht es gegen den SC Tegernbach am kommenden Wochenende ja dann sogar für einen Einsatz von Anfang an in der Sturmspitze.


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