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Schweitenkirchens Stürmer traf gestern drei Mal gegen den TSV Reichertshausen – unter anderem in der Schlussminute zum umjubelten 4:3.

Von Alexander Kaindl

Es war ein komplett abgefahrenes Spiel, das gut 100 Zuschauer gestern auf der Schweitenkirchener Leitlhöhe erlebten. Am Ende setzte sich der Gastgeber in einem Duell zweier Top-Mannschaften durch, einer der Hauptdarsteller des Dramas war FCS-Stürmer Sebastian Bauer. Er erzielte drei Treffer, darunter das entscheidende 4:3 in der 90. Minute. Damit ist der 21-Jährige der Held vom Feld des fünften Spieltages.

Es ist das erste Mal, dass sich ein Schweitenkirchener die Krone aufsetzen darf. In der Vergangenheit war Bauer schon immer nah dran, gestern hätte vermutlich schon sein erstes Tor die Auswahl gerechtfertigt: Reichertshausens Alexander Schulze bekam den Ball nach dem Anstoß, er spielte ihn Bauer aber direkt in die Beine. Der Torjäger fackelte nicht lange und versuchte es mit einem Heber aus 35 Metern: Kreuzeck, 1:0 für Schweitenkirchen, zehn Sekunden gespielt. Keine Minute später wackelte das Netz dann auf der anderen Seite, Benedikt Lob glich aus. „Das zeigt, wie vogelwild dieses Spiel war“, sagte Bauer nach der Partie. „Es gab auf beiden Seiten schöne Tore und viele sehr gute Chancen.“

Der Rechtsfuß nutzte seine zweite dann mit links. Allerdings: „Ich hätte mich wahrscheinlich nicht beschweren dürfen, wenn der Schiedsrichter da Abseits pfeift“, gibt Bauer zu. Der Unparteiische hatte beim Zeitpunkt des Abspiels den Blick aber noch auf ein vorangegangenes Foulspiel an FCS-Mittelfeldspieler Stefan Zehentmeier gerichtet. Daraus entstand im wahrsten Sinne des Wortes ein Schweitenkirchener Vorteil. Unabhängig davon: Wie Bauer dann Benedikt Knadler vernaschte und den Ball wieder in den linken Knick schlenzte, war Extra-Klasse.

Die Partie ging danach rauf und runter, Bauer scheiterte in der Schlussphase mit einem Linksschuss noch am Querbalken. Ein paar Minuten später wurde er von seinen Teamkollegen dann aber fast erdrückt. Nach einem Zuspiel von Moritz Schapfl parierte Reichertshausens Goalie Simon Neubauer noch den ersten Versuch, im Nachsetzen stocherte Bauer das Leder aber zur puren Ekstase über die Linie. Es war das erste Nicht-Traumtor an diesem spektakulären Nachmittag. Für die Rotgrauen war es aber umso wertvoller – der fünfte Sieg im fünften Spiel war eingefahren. „Am Ende hatten wir das Glück auf unserer Seite. Das hatten wir in den vergangenen Jahren aber auch oft genug nicht. Deshalb bedeutet uns dieser Sieg jetzt natürlich umso mehr. Dass ich dazu etwas beitragen konnte, freut mich für die Mannschaft“, fasste Bauer zusammen.  


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