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Kreisklasse 2: Der FCG erwartet den TSV am Sonntag zum Prestigeduell.

Von Alexander Kaindl

Es ist eine Ewigkeit her, dass sich der FC Geisenfeld und der TSV Wolnzach zuletzt in einem Derby gegenüberstanden. Genauer gesagt: Über 14 Jahre. Geisenfelds Vorsitzender Matthias Gabler weiß es noch ganz genau: „Es war im Frühjahr 2004 in Geisenfeld. Wir waren mit zwei Mann in Unterzahl. Wolnzach führte mit 1:0, kurz vor dem Ende hat Wolfgang Hollweck mit einem Lupfer aus 20 Metern das 1:1 gemacht. Es gab dann Ärger, weil ich im Spielbericht geschrieben habe, dass sich Wolnzach bis auf die Knochen blamiert hat. Ich habe das dann aber mit dem damaligen Wolnzacher Trainer ausgeräumt. Der ist übrigens der gleiche wie jetzt. Am Ende sind wir leider aus der Kreisklasse abgestiegen.“

Für Fußball-Nostalgiker sind diese Sätze pures Gold. In den vergangenen 14 Jahren hat sich so manches verändert, recht weit auseinander waren Geisenfeld und Wolnzach aber nie. Teilweise spielte man in der gleichen Klasse, aber eben in verschiedenen Staffeln. Deshalb wurden die Klingen höchstens in Freundschaftsspielen oder Hallenturnieren gekreuzt. Auch beim TSV Wolnzach ist die Vorfreude groß. Andreas Wörl ist seit diesem Frühjahr wieder bei den Rot-Weißen an der Seitenlinie. Derbys hat er seit 2004 unzählige bestritten, jetzt möchte er wieder eines gewinnen: „Vergangenes Wochenende haben wir schon vieles richtig gemacht. Das wollen wir stabilisieren und weiter verbessern. Für uns gilt es, den Schwung mit nach Geisenfeld zu nehmen und sie richtig zu ärgern“, erklärt der Wolnzacher Coach. Er hofft, dass seine Mannschaft nach dem 2:0 über Zuchering auf dem Gas bleibt. Dass der Gegner stark ist, weiß Wörl natürlich. Schließlich kennt man Spieler wie Bilal Rihani, Harun Caglar und Christian Feil ja noch aus ihrer Zeit beim TSV. „Geisenfeld hat einen richtig guten Kader“, sagt Wörl. „Sie werden mit Sicherheit unter den ersten vier landen.“ Die Wolnzacher müssen auf Kevin Schmitt und Kian Schöfbeck verzichten.

Geisenfelds Trainer Frank Falkenburger nimmt die Blumen dankend an. Auch seinerseits gibt es lobende Worte für den Rivalen: „Wolnzach schätze ich mittlerweile viel stärker ein, zugegebenermaßen habe ich das vor der Saison nicht. Sie sind sehr kompakt, im Zentrum technisch stark, robust in der Defensive und mit Maximilian Huber haben sie vorne jemanden, der jederzeit für ein Tor gut ist.“ Falkenburger erwartet eine Begegnung auf Augenhöhe, ähnlich wie im Testspiel Anfang August. Am Ende stand es 3:3, Huber brachte den TSV mit drei Treffern in Führung. Geisenfeld kam durch – wie könnte es anders sein – die Ex-Wolnzacher Rihani, Caglar und Feil zurück. „Für sie ist das natürlich ein absolutes Highlight“, weiß Falkenburger. Er muss neben den Langzeitverletzten auf Kapitän Simon Kirmaier (Urlaub) und Peter Neumayr (Rotsperre) verzichten.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr.

Schiedsrichter: Sebastian Mair.


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