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A-Klasse 3: Im Nachholspiel zwischen dem TSV Unsernherrn und dem SV Oberstimm war es gestern zu einer heiklen Szene gekommen.

Von Alexander Kaindl

Der SV Oberstimm hat gestern einen 5:3-Erfolg über den TSV Unsernherrn gefeiert. Neben acht Toren sahen die Zuschauer dabei auch ein Foulspiel, über das wohl noch ein paar Tage diskutiert werden kann: SVO-Spielertrainer Butrint Iberdemaj hatte sich über einen Tritt von TSV-Verteidiger Max Schwarzbauer heftig beschwert. Letzterer hatte für die Attacke den gelben Karton gesehen, der Gefoulte versteht indes die Welt nicht mehr. "Eine Frechheit" sei das von Schiri Franz Eichhorn gewesen, hier nur Gelb zu geben. "Da hätte ich mir alles brechen können". Defensiv-Mann Schwarzbauer räumt ein Foul ein. Er sieht die Aktion aber weit weniger schlimm, wie er heute gegenüber unserer Redaktion darlegte. Beide Spieler zeigen sich nun voneinander enttäuscht.

Es war Mitte der ersten Halbzeit, der SV Oberstimm führte im Nachholspiel der A-Klasse 3 mit 2:0 gegen den TSV Unsernherrn. Dann kam es zu jener Szene, die auch heute noch für Gesprächsstoff sorgt. Iberdemaj hatte gestern nach dem Abpfiff gesagt: "Ein Spieler von ihnen hätte mit glatt Rot gehen müssen. Er hat mich brutal am Schienbein getroffen, da hätte ich mir alles brechen können." Er bezeichnete es als "eine Frechheit, dass es da nur Gelb gab". Und sagte: "Ich bin froh, dass ich nicht im Krankenhaus liege." Auf der anderen Seite sei er aber auch enttäuscht vom Schiedsrichter und vom Gegenspieler. Letztlich war Unsernherrns Defensiv-Mann Max Schwarzbauer verwarnt worden.

Der wiederum hat die Szene ein wenig anders in Erinnerung, weshalb er sich heute per E-Mail an unsere Redaktion wandte. "In der angesprochenen Situation kam der Oberstimmer Spieler von schräg hinter mir angelaufen, ich konnte ihn daher nicht wirklich sehen", schreibt er. "Meine Aufmerksamkeit galt dem Ball, den ich auch klar zuerst getroffen habe. Da Herr Iberdemaj jedoch unvermutet schnell zur Stelle war, traf ich ihn in derselben Bewegung leider zusätzlich am Schienbein." Hiermit, so Schwarzbauer, "lässt sich auch die vom Schiedsrichter gezeigte Gelbe Karte erklären und der Forderung nach einer Roten Karte widersprechen".

Daher könne "auch keinesfalls die Rede davon sein, dass ich die Absicht hatte, den Gegenspieler zu verletzen oder gar ins Krankenhaus zu befördern". Für eine "unnötige Übertreibung" von Seiten Iberdemajs spreche "auch, dass er das Spiel ohne Probleme beenden konnte und sogar noch das letzte Tor der Partie erzielte", findet Schwarzbauer. Er will außerdem noch betont wissen: "Herr Iberdemaj spricht im letzten Satz auch von Enttäuschung über den Gegenspieler. Enttäuschung verspüre ich auch, da er meine später folgende Entschuldigung weder hören noch annehmen wollte und es leider vorzieht, in einem Online-Artikel 'nachzutreten'."

Iberdemaj äußerte sich gegenüber unserer Redaktion heute ebenfalls noch einmal zu dem Vorfall. "Als ich nach der Verletzungspause wieder reingekommen bin, hat er sich kurz bei mir entschuldigt. Das war's schon", erklärte er. "Ich bleibe bei meiner Meinung: Ich finde es sehr, sehr schwach, mit der offenen Sohle in dieser Höhe in einen Zweikampf zu gehen und so die Gesundheit des Gegenspielers zu gefährden."

Spielbericht:

Torfestival in Oberstimm: Iberdemaj-Elf jubelt gegen Unsernherrn


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