Logo
Vereine / Ligen
Anzeige
Anzeige

Bezirksliga Nord: Der Aufsteiger hat am Sonntag den TSV zu Gast.

Von Alexander Kaindl

Echten „Derbycharakter“ erwartet man auf der einen Seite, für die andere kommt es zum großen „Highlight-Spiel“: Am Sonntag trifft der FSV Pfaffenhofen zuhause auf den TSV Rohrbach. Ein Duell mit bedeutender Vergangenheit. Dementsprechend groß ist die Vorfreude in beiden Lagern.

Der Aufsteiger hatte seinen Jahresauftakt schon vergangenen Samstag in Manching. Pfaffenhofen gewann mit 3:1, ein idealer Start. So kann es weitergehen – oder, Stefan Wagner? „Auf jeden Fall. In der Hinrunde hatten wir ja auch einen guten Beginn. Danach sind wir ein wenig abgefallen. Das wollen wir jetzt unbedingt vermeiden und den Schwung dieses Mal mitnehmen“, sagt der Spielertrainer. Er hatte den Auftritt seiner Elf in Manching zuletzt größtenteils von der Bank verfolgt, Adduktorenprobleme hatten Wagner gehandicapt. Was er 65 Minuten lang von außen und nach seiner Einwechslung auf dem Platz von seiner Mannschaft sah, hat ihm gefallen: „Wir wollen am Wochenende wieder so auftreten: Keine Fehler machen, konzentriert sein und einfach spielen.“

Um die Brisanz des Duells ist sich Wagner natürlich bewusst. „Das hat einen echten Derbycharakter. Man kennt die Spieler, es ist immer ein bisschen hitzig, von außen wird gerne einmal reingestänkert. Wir freuen uns aber sehr auf dieses Duell.“ Personell kann man beim Aufsteiger fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Sebastian Rottenburger wird ausfallen, der Angreifer hat sich im Training eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. Wo das Derby steigt, ist aktuell noch nicht ganz klar. „Wir versuchen alles, damit wir auf Rasen im Stadion spielen können“, betont Wagner. „Wenn es aber bis Sonntag weiterhin durchgehend regnen sollte, müssen wir vielleicht auf unseren Kunstrasen ausweichen.“

Michael Humbach und sein TSV Rohrbach wissen, was sie erwartet – egal, auf welchem Terrain: „Es ist das Highlight-Spiel“, sagt der spielende Co-Trainer. „Wir freuen uns, dass die Restrunde für uns gleich mit so einem Paukenschlag beginnt.“ Der Offensivmann hofft, dass der Landkreis-Knaller auch den letzten seiner Teamkollegen noch rechtzeitig wachrüttelt. So überragend war die Vorbereitung nämlich nicht – immer wieder mussten wichtige Spieler wie Dominik Kaindl, Matthias Federl oder Marco Röder passen, in den Testspielen gab es lediglich einen Sieg: Im Trainingslager gegen eine slowenische Mannschaft.

„Da ist es momentan natürlich schwierig zu sagen, wo man steht. Anhand der Ergebnisse lief es in der Vorbereitung nicht gut. Man muss aber auch schauen, wie wir teilweise aufgestellt waren“, meint Humbach. Ausreden werde es am Sonntag so oder so nicht geben, schließlich hat man mit dem FSV ohnehin noch eine Rechnung offen: Im Hinspiel kassierte man nach einer 2:0-Führung einen Last-Minute-Ausgleich zum 2:2. Damals war der FSV extrem ersatzgeschwächt. Von diesem Engpass hat man sich längst erholt – und in der Winterpause noch einen draufgelegt: „Wer sich einfach so einen Regionalliga-Spieler holen kann, bei dem sind Anspruch und Mittel wohl nicht so schlecht“, kommentiert Humbach den Transfer von Pipinsrieds Marco Krammel nach Pfaffenhofen.

Trotzdem will sich der Tabellensiebte aus Rohrbach gegen seinen Tabellennachbarn keinesfalls verstecken. „Wir fahren nicht da hin, um uns einzuigeln oder vielleicht einen Punkt zu ermauern“, macht Humbach klar. „Es ist ein besonderes Spiel, man kennt sich. Da will man auch etwas zeigen.“ Besonders gut kennt man auf Rohrbacher Seite natürlich Vincent van Baal, der den TSV im Sommer in Richtung FSV verlassen hatte. Die Rohrbacher werden auf den rotgesperrten Tobias Thoma verzichten müssen, außerdem weilt Christoph Seiler im Urlaub. Federl dürfte eine Option für die Bank werden, Röder und Kaindl werden wohl rechtzeitig fit.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr. 
Schiedsrichter: Matthias Schepp. 


Anzeige
RSS feed