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A-Klasse 4: Der Tabellenzweite hat in der Winterpause mächtig zugeschlagen.

Von Alexander Kaindl

Die Kaderplanungen für die Winterpause sind abgeschlossen: Der Türk SV Pfaffenhofen freut sich insgesamt über zehn Neuzugänge, die meisten von ihnen stammen aus Serbien und Bosnien. Vorsitzender Onur Türkeri bestätigte nun gegenüber unserer Redaktion die Namen, die in der Frühjahrsrunde die Rückkehr in die Fußball-Kreisklasse besiegeln sollen. Zwei Spieler haben sich am Ende aber doch noch gegen die Pfaffenhofener entschieden.

Da kann man schon einmal den Überblick verlieren: Der Türk SV Pfaffenhofen hat sich in der Winterpause fast mit einer komplett neuen Mannschaft verstärkt: Zehn Spieler stehen auf der Liste von Onur Türkeri, der Vorsitzende wollte für die restliche Saison nichts dem Zufall überlassen. Mit Spielern, die zuletzt in Italien, Bosnien, Norwegen oder Schweden aufliefen, soll der Wiederaufstieg realisiert werden. Einige hatten wir bereits vorgestellt: Daniel Casegrande (italienischer Außenverteidiger, letzte Station in Hessen), Simone Viro (italienischer Linksverteidiger, letzte Station in Italien), Sejdin Mustafica (bosnischer Mittelfeldspieler, letzte Station in Bosnien) und Fajko Karaga (bosnischer Mittelfeldspieler, letzte Station in Norwegen) haben ihre Zusage bereits im Dezember gegeben.

Zu diesem Quartett gehörten ursprünglich auch noch die beiden Rumänen Claudiu Maris und Bogdan Obreja (Innenverteidiger, letzte Station in England). Maris war bereits in der Hinrunde für den Türk SV aufgelaufen, ihn und seinen Landsmann zieht es nun aber wieder in die Heimat. „Claudiu wollte in Rumänien bleiben, Bogdan folgt ihm und wechselt daher doch nicht zu uns“, erklärt Türkeri gegenüber unserer Redaktion. Macht nichts, schließlich hatte der Vereinsboss schnell Ersatz an der Hand – womit wir nun bei den aktuellsten Transfers des Tabellenzweiten der A-Klasse 4 angelangt wären: Die bosnischen Brüder Ahmed (Rechtsverteidiger) und Elder Omerinovic (Stürmer) kommen vom schwedischen Verein Villastadens IF.

Zuletzt machte Türkeri nun auch noch die Wechsel von Danilo Pilica (Stürmer) und Filip Furtula (Mittelfeldspieler) aus Serbien perfekt. Keeper Mladen Ivic und Mittelfeldspieler Jovan Jaksic, ebenfalls aus Serbien, schließen sich den Kreisstädtern auch noch an. „Die beiden sind für die zweite Mannschaft eingeplant, alle anderen für die Erste“, sagt Türkeri. Außerdem bestätigte er, dass Djordje Vulic, Dejan Lazic und Marko Lazarevic in den kommenden Monaten ebenfalls wieder für den Türk SV auflaufen werden.

Das Trio war bereits im Sommer nach Pfaffenhofen gewechselt und absolvierte einen Großteil der bisherigen Spiele. In der Hinrunde hatten die drei Serben für drei Monate in Deutschland bleiben können – länger ist das Nicht-EU-Bürgern nicht gestattet. Der Drei-Monats-Plan soll auch bis zum Saisonende wieder greifen. Der letzte Spieltag steigt am 2. Juni, in dieser Saison steht laut BFV für die A-Klassen-Zweiten nur ein Relegationsspiel an. Bis spätestens zum 15. Juni sollten Auf- und Abstieg im Kreis Donau/Isar also geklärt sein.  

Die Pfaffenhofener wollen aber natürlich den direkten Weg gehen und die Meisterschaft einfahren. Aktuell ist die Elf von Trainer Feridun Mikiroglu Zweiter und hat zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Ilmmünster. Allerdings hat man auch noch zwei Spiele weniger als der schärfste Aufstiegskonkurrent. Für Türkeri steht nun die Integration der Neuen im Vordergrund: „Ich denke, dass sie die Lust und Laune der anderen Spieler erwecken werden. Der Konkurrenzkampf ruft und das nicht nur in der ersten Mannschaft.“ Klar ist für ihn auch, dass Disziplin und Trainingsbeteiligung eine Rolle spielen werden. „Das werden wir uns nun in Ruhe anschauen“, betont er.

Die Neuzugänge sollen aber nicht nur kurzfristig bleiben. Auf Dauer rechnet Türkeri mit einem längeren Engagement seiner Internationalen beim Türk SV. „Wir planen schon für die nächste Saison mit beiden Mannschaften. In der Rückrunde haben wir die Chance, die Spieler zu analysieren und eine Entscheidung zu treffen, ob wir mit ihnen auch in die neue Spielzeit gehen“, sagt er. Ein breiter Kader sei wichtig, denn Abgänge sind nie ausgeschlossen – im Winter wäre Topstürmer Hamit Zorlu (20 Tore in elf Spielen) fast weg gewesen. „Sein Wechsel in die Landesliga ist in letzter Sekunde geplatzt“, verrät Türkeri. Ob der Angreifer die Pfaffenhofener dann im Sommer verlässt, ist unklar.

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