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A-Klasse 4: Die Pfaffenhofener wollen in Sachen Aufstieg nichts anbrennen lassen.

Von Alexander Kaindl

Der Türk SV Pfaffenhofen bedient sich am Transfermarkt – und zwar gewaltig: Wie Vorsitzender Onur Türkeri bestätigt, hat sich der Verein in der Winterpause gleich sechs Neuzugänge geangelt. Einmal mehr hat man die internationalen Kontakte spielen lassen: Die Kicker haben bosnische, rumänische und italienische Wurzeln, zuletzt waren sie unter anderem in Norwegen und England im Einsatz.

Den Fans aus der Region dürfte höchstens ein Name der Pfaffenhofener Winter-Transfers geläufig sein: Claudiu Maris. Er absolvierte zu Beginn der Saison schon zwei Einsätze, fehlte dann allerdings mehrere Monate. Was der rumänische Rechtsverteidiger drauf hat, konnte er unter anderem schon gegen den TSV Jetzendorf II beweisen, als er bei seiner Premiere direkt einen Treffer erzielte.

Ebenfalls für die Außenverteidiger-Position ist Daniel Casegrande eingeplant. Er stößt aus Hessen zum aktuellen Zweiten der A-Klasse 4. Er hatte im letzten Spiel vor der Winterpause bereits eine Partie für die Reserve absolviert. Außerdem laufen Simone Viro (italienischer Linksverteidiger, letzte Station in Italien), Bogdan Obreja (rumänischer Innenverteidiger, letzte Station in England), Sejdin Mustafica (bosnischer Mittelfeldspieler, letzte Station in Bosnien) und Fajko Karaga (bosnischer Mittelfeldspieler, letzte Station in Norwegen) künftig für den Kreisklassen-Absteiger auf.

Doch wie kommt so eine Transfer-Offensive zustande? Türkeri gibt die Antwort: „Da ich wegen meiner Selbständigkeit häufig international unterwegs bin, haben sich diese Möglichkeiten ergeben. Unser Trainer Feridun Mikiroglu und ich haben deshalb auch schon in der Vergangenheit sehr interessante Kontakte knüpfen können. So sind wir von den Spielern weiterempfohlen worden.“

Im Sommer hatte sich der Türk SV noch mit drei serbischen Spielern verstärkt: Djordje Vulic, Dejan Lazic und Marko Lazarevic. Das Trio musste aber, wie berichtet, Deutschland nach drei Monaten wieder verlassen – die Aufenthaltsgenehmigung für Nicht-EU-Bürger war abgelaufen. Vor wenigen Wochen hatte es geheißen, dass man sie im März zurückholen wolle, um mit ihnen zusammen die große Mission „Aufstieg“ anzugehen. Laut Türkeri sei es nun allerdings noch in der Schwebe, ob Vulic, Lazic und Lazarevic nochmal zurückkommen. Lazarevic dürfte nach seinem Oberarmbruch ohnehin noch ausfallen.

In Sachen Aufenthaltsgenehmigung wird man bei den Winter-Transfers jedenfalls keine Probleme bekommen, denn: Mustafica und Karaga, die beiden Bosnier, besitzen ein Visum. Obreja und Maris sind Rumänen und deshalb EU-Bürger – die Italiener Casegrande und Viro natürlich ebenfalls. Für den Türk SV, aktuell Tabellenzweiter mit zwei Spielen weniger als Spitzenreiter Ilmmünster, ergeben sich dadurch viele neue Alternativen. „Der Konkurrenzkampf steigt“, erklärt Türkeri. „Wir werden sehen, wer sich in der Vorbereitung am stärksten präsentiert.“ Unter anderem werde man sich im Trainingslager in Antalya auf die anstehende Rückrunde vorbereiten. Und noch eine Neuigkeit gibt es zu verkünden: Mustafa Nazam und Serdar Bayar werden ab dem Frühjahr die zweite Mannschaft coachen – als Spielertrainer. Die Reserve steht derzeit auf Platz eins in der C-Klasse.


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