Logo
Vereine / Ligen
Anzeige
Anzeige

Kreisklasse 2: Der 29-Jährige tritt im Sommer die Nachfolge von Sebastian Böhm und Markus Winkler an.

Von Alexander Kaindl

Zurück zur alten Liebe: Patrick Spieler wechselt zur neuen Saison zum SV Karlskron. Das bestätigte der Verein gegenüber unserer Redaktion. Spieler war 2016 vom SVK zur SpVgg Langenbruck gewechselt, wo er bei seiner ersten Station als Spielertrainer auf Anhieb den Aufstieg in die Kreisklasse schaffte. Nun kehrt er nach Karlskron zurück und übernimmt dort die Aufgaben von Sebastian Böhm und Markus Winkler. Das Trainerduo coacht ab Sommer den Kreisligisten BC Aichach.

„Karlskron ist für mich natürlich immer interessant gewesen“, erklärt Spieler im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich kenne die Leute dort schon lange. Wir haben uns dann ein paar Mal getroffen und es hat gepasst.“ Es waren auch noch andere Vereine an Spieler dran, letztlich entschied er sich aber für den SVK. Dort trifft er ab Juli auf ehemalige Teamkollegen. „Viele sind es allerdings nicht mehr. Der Großteil der Mannschaft besteht aus sehr jungen Spielern. Noch jünger als in Langenbruck“, sagt er.

Aktuell steht Karlskron mit einem Punkt Vorsprung auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Nach einem furiosen Start baute man ab und wurde durchgereicht. Spieler meint: „Vielleicht musste man der Tatsache Tribut zollen, dass die Mannschaft so jung ist. Einige A-Jugendspieler sind an den Wochenenden meistens doppelt im Einsatz gewesen.“ Darin sieht der neue Coach aber auch Vorteile, denn: Er möchte die jungen Wilden weiterentwickeln. „Sie sollen viel lernen. Unser Ziel ist dann ganz klar, uns in der Kreisklasse zu etablieren.“

Sollte der Worst Case eintreten und Karlskron tatsächlich noch absteigen, kommt Spieler trotzdem. So oder so – Abstieg ist ein Thema, mit dem er sich auseinandersetzen muss. Langenbruck steht derzeit auf dem zweiten Relegationsplatz und hat vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Interessenskonflikte? „Ich kann nur beeinflussen, was hier bei der SpVgg passiert. Und darauf werde ich mich bis zum Sommer konzentrieren. Einen doppelten Abstiegskampf – das würde ich psychisch gar nicht verkraften“, sagt Spieler und lacht. In Langenbruck ist man, wie bereits berichtet, auf der Suche nach einem Nachfolger für Spieler schnell fündig geworden: Der bisherige Co-Trainer Patrick Diller übernimmt im Sommer. 

Nachdem bekannt geworden war, dass sich die bisherigen Spielertrainer Sebastian Böhm und Markus Winkler anderweitig orientieren, mussten sich die Karlskroner Verantwortlichen auf Trainersuche begeben. Abteilungsleiter Dominik Krammer freut sich nun über Spielers Rückkehr: „Wir haben die Lücke adäquat geschlossen. Paddy wird unserer jungen Truppe mit seiner Erfahrung außerhalb und auf dem Spielfeld gut tun.“ Der neue Coach soll den eingeschlagenen Weg, auf junge und einheimische Spieler zu setzen, fortführen.

Für Böhm und Winkler (beide 28) beginnt dagegen ein neues Kapitel – und zwar beim BC Aichach. Auch für Winkler gibt es in der neuen Saison dann ein Wiedersehen mit alten Weggefährten: Er kickte in der Jugend schon für den BCA. Er lebt mittlerweile auch in Aichach. „Es wird auf jeden Fall eine sehr interessante Aufgabe für uns“, erklärt Böhm. 2014 wurden die Schwaben noch Meister in der Bayernliga, allerdings stieg der Hauptsponsor aus und das Thema Regionalliga war schnell Geschichte. Die Mannschaft wurde noch vor der neuen Saison abgemeldet, in der darauffolgenden Spielzeit begann man einen Neuaufbau mit der bisherigen Reserve, die in der Kreisliga gespielt hatte. Dort hält man sich bis heute, aktuell belegt man den Abstiegs-Relegationsplatz.

„Aichach ist natürlich schon ein Verein mit einer großen Vergangenheit und mit Ambitionen. Aber das Konzept und die Gespräche waren sehr gut, die Mannschaft ist wie in Karlskron sehr jung und hat Potenzial“, betont Böhm. Im kommenden halben Jahr liegt der Fokus nun aber noch auf dem SVK. Das Ziel ist klar, wie Böhm unterstreicht: „Wir wollen am liebsten so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern. Wir sind dem Verein sehr dankbar, dass er uns den Einstieg ins Trainergeschäft ermöglicht hat. Es ist eine Top-Adresse mit tollen Menschen – egal, ob Spieler, Verantwortliche oder Umfeld. Markus und ich wollen uns so verabschieden, dass wir auch nach unserer Zeit in Karlskron noch gerne gesehen werden.“


Anzeige
RSS feed