Logo
Vereine / Ligen
Anzeige
Anzeige

Der Schweitenkirchener hat sich für das neue eSports-Team des FC Ingolstadt qualifiziert und spielt nun mit den Profis auf der PlayStation.

Von Alexander Kaindl

Er hat es tatsächlich geschafft! Lukas Gremminger spielt künftig für den FC Ingolstadt auf der PlayStation. Der 19-Jährige, der im aktiven Leben für den FC Schweitenkirchen kickt, hatte sich zuletzt für die Endrunde qualifiziert. Nun musste er gegen einen der beiden Profis des neu gegründeten eSports-Teams antreten. Gremminger überzeugte, besiegte den renommierten FIFA19-Zocker Hasan Eker mit 4:1 und gehört nun zu den Schanzern.

Vor nicht einmal drei Wochen hatte sich Lukas Gremminger aus Dürnzhausen dazu entschlossen, sich anzumelden. Einen Local Hero, einen Helden aus der Region, hatten sie beim FC Ingolstadt gesucht. Und mit Gremminger haben sie einen gefunden, der sein Handwerk versteht – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Schanzer haben vor kurzem eine eSports-Mannschaft gegründet. Hasan Eker und Andreas Gube vertreten den Verein gegen andere Klubs aus dem Profifußball auf der Spielekonsole, Gremminger komplettiert die PlayStation-Kombo nun. Er hatte sich, wie berichtet, vor einer Woche gegen 127 andere Teilnehmer durchgesetzt und die Endrunde erreicht – dort servierte er nun Profi Eker, einen hauptberuflichen Zocker, mit 4:1 ab.

Gremminger kann sein Glück noch kaum fassen. „Ich habe richtig gezittert am Controller“, gibt er nach seinem großen Auftritt im Audi Sportpark zu. „Dass ich es wirklich schaffen könnte, habe ich nach dem Tor zum 3:0 gegen Haso gemerkt.“ Anders als der erste Sichtungstag bestand das Finale aus einem einzigen Spiel – und zwar gegen einen der Profis. Aus der ersten Runde hatten sich die vier Halbfinalisten qualifiziert, hinzu kamen zwei Wildcard-Gewinner. Alle sechs mussten gegen einen der beiden Schanzer-Zocker antreten. „Sie haben dann beurteilt, wer von uns Bewerbern am besten ist“, schildert Gremminger.

Am Ende gab es keine zwei Meinungen: Gremminger besiegte Eker mit 4:1, ein weiterer Teilnehmer schaffte noch ein 2:1 gegen Gube. „Ansonsten haben alle höher verloren“, berichtet der 19-Jährige – im aktiven Leben Innenverteidiger beim FC Schweitenkirchen. Hatte der Gegner vielleicht ein wenig die Handbremse angezogen? Eher nicht. „Irgendwie wollte ihm einfach nichts gelingen“, meint Gremminger. „Er hat mir dann gratuliert und gesagt, dass es stark gespielt war.“

Wie geht’s nun weiter? Wirft der Industriekaufmann, der bei der Firma Hipp in Pfaffenhofen angestellt ist, seinen Job hin und konzentriert sich voll auf den Durchbruch als professioneller PlayStation-Spieler? Schließlich zocken Eker und Gube hauptberuflich. „Nein, auf keinen Fall“, macht Gremminger deutlich. Für ihn gelte es nun erstmal, die kommende Zeit zu genießen – am 7. Januar geht es mit den eSport-Schanzern zum Media-Day „und dann wird bald mal Virtual Bundesliga gezockt“.


Anzeige
RSS feed