Logo
Vereine / Ligen
Anzeige
Anzeige

Der 19-Jährige steht kurz davor, ins Zocker-Team des FC Ingolstadt aufgenommen zu werden.

Von Alexander Kaindl

Ein bisschen ungewohnt war dieser Nachmittag für Lukas Gremminger schon. Wenn er daheim auf seiner PlayStation FIFA zockt, dann eher selten mit dem FC Ingolstadt. Am Ende klappte es aber doch ganz gut – der 19-Jährige aus Dürnzhausen bei Schweitenkirchen spielte sich am vergangenen Wochenende unter die Top vier beim Scoutingtag der Schanzer. Bald könnte er deren drittes Mitglied in der neuen eSport-Mannschaft sein.

5:0 gegen einen Zweitliga-Profi gewonnen. Ja, gut – es war nur auf der PlayStation. Aber schon ein geiles Gefühl – oder, Lukas Gremminger? „Auf jeden Fall“, sagt der 19-Jährige und lacht. Er hat allen Grund, gut gelaunt zu sein. Schließlich hat er sich am Sonntag bis ins Finale des Sichtungstages der Schanzer gespielt. Unter anderem mit jenem 5:0-Erfolg über Stefan Kutschke, Zweitliga-Stürmer des FC Ingolstadt.

Nettes Bild nach der Vorrunde: Lukas Gremminger spielte sich ohne Probleme auf Platz eins. 

Gremminger war einer von 128 Teilnehmern, die sich ihren Platz in der neuen eSport-Mannschaft des FC sichern wollten. Der Verein hatte, wie berichtet, einen Aufruf gestartet: Gesucht wurde ein FIFA-Talent aus der Region, das die beiden Profis in der Virtual Bundesliga unterstützt. Und plötzlich ist Gremminger ganz nah dran. Er schaffte es unter die letzten vier Teilnehmer, die zusammen mit zwei Wild-Card-Gewinnern am kommenden Sonntag dann das große Finale und das Goldene Ticket ausspielen. Der Sieger zockt künftig mit den Ingolstädter Konsolen-Profis Hasan „hasoo19“ Eker und Andreas „ANDY“ Gube.

Gremminger gilt nicht nur am Controller als Talent. Im realen Leben schnürt er für den FC Schweitenkirchen die Schuhe, in den vergangenen Monaten fiel er allerdings verletzungsbedingt aus. Da blieb dann natürlich auch ein wenig Zeit zum Zocken. Zusammen mit einem Kumpel hat er schließlich den Aufruf auf unserer Seite gelesen – und sich direkt angemeldet. „Er ist dann schon in der Vorrunde raus. Ich habe es bis ins Finale geschafft, da habe ich aber leider 1:3 verloren. Da hat mich das Timed-Finishing zerstört“, erklärt Gremminger.

Diese spezielle Schuss-Methode, die fast immer ein Tor garantiert, will er in den kommenden Tagen noch üben. Gespielt wird am Sonntag dann wieder im 85er-Modus – das heißt, dass alle Kicker eine Stärke von 85 haben – mit den Schanzern. So oder so – gelohnt hat sich Gremmingers Teilnahme schon jetzt. Bevor es am Sonntag wieder an die PlayStation geht, darf er das Zweitliga-Spiel der Ingolstädter gegen Heidenheim von der VIP-Tribüne verfolgen. Und vielleicht geht er danach ja öfter als Schanzer-Profi in den Audi Sportpark.


Anzeige
RSS feed