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Kreisliga 2: Der Aufsteiger konnte noch kein einziges Spiel in dieser Saison gewinnen.

Von Alexander Kaindl

Alle Mannschaften aus dem Fußball-Landkreis haben sich in die Winterpause verabschiedet. Die Verantwortlichen blicken auf die ersten Monate der neuen Saison zurück und analysieren das aktuelle sportliche Geschehen. Heute: Der BC Uttenhofen.

So ehrlich muss man sein: Die Hinrunde des BC Uttenhofen war ein einziges Fiasko. Die Erste ist in der Kreisliga ebenso siegloser Tabellenletzter wie die Zweite in der A-Klasse. Beide Mannschaften waren vor der Saison aufgestiegen, für den Klassenerhalt braucht es nun ein kleines Wunder. Vor allem bei der ersten Mannschaft ist die Situation beinahe aussichtslos, der Rückstand auf den zweiten Relegationsplatz beträgt schon zwölf Punkte. Happy Birthday – der BCU feiert im Mai 2019 seinen 50. Geburtstag.

„In zwei Dritteln der Spiele waren wir gleichwertig oder sogar besser. Bei dieser Punkteausbeute hört sich das aber natürlich albern an“, sagt Trainer Claas Wolter. Er war nach einer Hau-Ruck-Aktion eine Woche vor Saisonbeginn verpflichtet worden, während der Vorbereitung hatte man sich von Aufstiegstrainer Manfred Manhard getrennt und Josef Harrer von seinen Aufgaben als Sportlicher Leiter entbunden. Dass der BCU noch keinen einzigen Sieg auf dem Konto hat, liegt laut Wolter an drei Dingen: Zu viel Unerfahrenheit in einer jungen Mannschaft, schwache Chancenverwertung, viele Ausfälle. „Deshalb stehen wir zurecht da unten. Wir haben es nicht geschafft, mehr mitzunehmen als ein Lob. Wir sind nicht bei Olympia, im Fußball zählt das nackte Ergebnis“, betont der Coach.

Um das Ruder nochmal herumzureißen, würde es im Winter wohl eine große Transfer-Offensive brauchen. Die Verantwortlichen versuchen seit Monaten alles auf dem Markt – aber Wolter ist ehrlich: „Welcher Spieler möchte gerne im Winter zu einem Abstiegskandidaten wechseln? Da muss man sich nicht belügen und der Realität ins Auge blicken. Wenn es mit ein, zwei Leuten klappt, können wir uns glücklich schätzen.“ Der Westfale selbst, der erst seit diesem Sommer in Ingolstadt lebt, sei beim BCU gut aufgenommen worden. Es gefällt ihm in Uttenhofen, auch wenn die Zahlen natürlich gegen ihn sprechen. „Wenn heute Schluss wäre, ginge ich wohl als erfolglosester Trainer in die Vereinsgeschichte ein“, meint er.

Das sei definitiv nicht sein Ansporn. Wie die Zukunft aussieht, ist derzeit noch nicht klar. Wolter macht sich viele Gedanken – was würde bei einem Abstieg passieren? Kann man die Spieler halten? Kam der Aufstieg vielleicht ein Jahr zu früh? Möchte der Verein überhaupt mit mir weitermachen? Ein Ziel hat er sich für die Rückrunde jedenfalls schon gesteckt: „Ich will die Mannschaft weiterentwickeln und sie gut auf die neue Saison vorbereiten. Egal, in welcher Liga sie dann spielt. Und wir wollen natürlich alles daran setzen, unseren ersten Sieg einzufahren.“


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