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Bezirksliga Nord: Die Klos-Elf ist zur Winterpause Siebter. In der Hinrunde entwickelte man sich zum Favoritenschreck.

Von Alexander Kaindl

Alle Mannschaften aus dem Fußball-Landkreis haben sich in die Winterpause verabschiedet. Die Verantwortlichen blicken auf die ersten Monate der neuen Saison zurück und analysieren das aktuelle sportliche Geschehen. Heute: Der TSV Rohrbach.

Es ist Zeit, eine blau-weiße Lanze zu brechen. Im Sommer musste man an der Ilm unter anderem Patrick Mack, Moritz Schapfl und Enes Mete ersetzen, zusammen absolvierten sie in der abgelaufenen Saison stolze 69 Spiele. Zudem fiel Goalgetter Oliver Duchale mit einem Kreuzbandriss aus. Nervös wurde man deshalb beim TSV nicht. Die Bezirksliga gehört mittlerweile zur Tagesordnung – trotz Abgängen, trotz der stets ausbleibenden großen Transfer-Offensive. Zur Winterpause ist die Mannschaft von Stefan Klos Siebter und hat 32 Punkte auf dem Konto. Der Klassenerhalt ist fast fertig buchstabiert.

„Das ist schon mehr als wir erwartet hatten“, gibt der Coach zu. „Wir hatten das Glück, dass wir einige wacklige Spiele für uns entscheiden konnten. Oder andersrum gesagt: Es waren wenige Begegnungen dabei, in denen wir Pech hatten.“ Die Rohrbacher Taktik ging immer wieder auf: Kompakt stehen und sich dann über schnelle Konter nach vorne spielen. So rang man auch die jeweiligen Tabellenführer nieder – gegen Kirchheim, Sulzemoos und Jetzendorf war der TSV drei Mal erfolgreich.

Klos weiß, dass es teilweise nur mit einer solchen Strategie gehen kann. „Ich will niemandem zu nahe treten, aber so die ganz geilen Techniker haben wir nicht. Da gibt es bei uns nur sehr wenige, die ihren Gegenspieler auf dem Bierdeckel austanzen können.“ Wobei das doch ab und zu recht fein ausgesehen hat, wenn Dominik Kaindl an die Kugel kam. Unvergessen ist außerdem das Wahnsinns-Tor von Michael Humbach, als er die Jetzendorfer Innenverteidiger Stefan Kellner und Christos Papadopoulos eben doch auf jenem Bierdeckel ausspielte und einnetzte.

Der Co-Trainer ist eine weitere Rohrbacher Stärke in dieser Spielzeit. Der 30-Jährige hat aktuell 13 Tore und sieben Assists auf seinem Konto. Eine Marke, die er in den vergangenen Jahren in einer kompletten Runde nicht erreichen konnte. Der Grund ist einfach: „Er darf Spitze spielen. Und das macht ihm extrem Spaß“, erklärt Klos. „Dass er zu den Topspielern der Liga gehört, ist für mich ohnehin unbestritten.“ Humbach war in der Vergangenheit eher auf Außen oder im zentralen Mittelfeld eingesetzt. Weil Mack und Duchale aber eben nicht mehr verfügbar waren, machte man in Rohrbach wie so oft aus der Not eine Tugend.

Natürlich ist trotzdem nicht alles Gold, was glänzt. „In ein paar Spielen habe ich mir schon gedacht: Um Gottes Willen, wie geht das heute aus? Da waren wir sehr nah dran an Sch…“, meint Klos. Vor allem zuhause waren fürchterliche erste Halbzeiten dabei. Der Coach würde sich wünschen, im neuen Jahr nicht mehr so oft draufhauen zu müssen. Weitere Anträge ans Christkind: Höhere Trainingsbeteiligung, mehr Offensivdrang, wenn man selbst das Spiel macht und vielleicht einen größeren Kader. Mit dem genesenen Duchale hat man bereits einen Quasi-Neuzugang. Außerdem: „Es ist fix, dass Spieler zu uns wechseln wollen. Ob es was wird, ist aber noch unklar. Es gab noch keine Einigung mit den anderen Vereinen“, verrät Klos. Er selbst könne sich einen Verbleib in Rohrbach sehr gut vorstellen – noch wurden aber keine Gespräche geführt. 


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