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A-Klasse 5: Der 33-Jährige trainiert ab Sommer die Bezirksliga-Reserve und beerbt Michael Wolf.

Von Alexander Kaindl

„Wie er den Verein seit vielen Jahren verkörpert, ist einfach hervorragend“, sagt Vorsitzender Ramazan Yaylakci über Jochen Geitl. Seit einer gefühlten Ewigkeit hält er die Knochen hin, übernimmt Verantwortung als Kapitän oder mittlerweile sogar als Co-Trainer in der ersten Mannschaft. Ab Sommer hat der Defensiv-Allrounder dann eine neue Aufgabe: Geitl wird Spielertrainer der Zweiten.

„Ich bin schon immer bei diesem Verein. Wenn man dann so eine Möglichkeit bekommt, muss man nicht lange überlegen. Es war für mich schon immer ein Thema, ins Trainergeschäft einzusteigen“, sagt der 33-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Oktober 2016 hatte Stefan Wagner den Trainerposten von Jochen Niemann in der Pfaffenhofener Ersten übernommen, Geitl ist seitdem Co-Trainer. Zuletzt war er eher an der Seitenlinie aktiv – eine langwierige Adduktorenverletzung setzte den Rechtsfuß außer Gefecht.

Ob sich Geitl jetzt noch ein halbes Jahr schont, um dann seine neue Aufgabe als Spielertrainer in der Zweiten mit voller Kraft angehen zu können? „Nein“, protestiert er und lacht. „Da habe ich keine Angst. Ich freue mich auf die kommenden Monate in der Ersten, aber auch auf die Zeit danach. Wir haben viele gute und junge Spieler, die einfach kicken wollen. Das Ziel muss sein, sie peu à peu an die erste Mannschaft heranzuführen. Die Zweite soll ein Bindeglied zwischen Jugend- und Seniorenbereich sein.“

Yaylakci betont, dass man in Pfaffenhofen weiterhin auf den eigenen Nachwuchs setzt. Man habe ein gutes Gerüst und wolle langfristig etwas aufbauen. „Dazu gehört eben auch, dass man rechtzeitig Gespräche mit allen Beteiligten führt. Schließlich wollen die Spieler ja auch wissen, wer in der neuen Saison ihr Trainer ist. Und da haben wir mit Jochen eine ideale Lösung.“ Ob Geitl einen Co-Trainer an seine Seite bekommt, ist derzeit noch unklar. Bis zum Saisonende trainiert Michael Wolf weiterhin den derzeitigen Tabellenachten der A-Klasse 5.

Yaylakci will ihn auf jeden Fall im Verein halten, der 27-Jährige selbst könnte sich das ebenfalls gut vorstellen. Wolf sagt: „Ich kann mich bei der Vorstandschaft nur für das Vertrauen bedanken. Der Abschied kommt nicht gerade überraschend, es war ja schon im Sommer vereinbart, dass ich nach dieser Saison aufhören werde. Ich hatte zwei super interessante Jahre als Trainer und zuvor noch eines als Co-Trainer. Ich denke, dass der komplette Verein in dieser Zeit viel bewirkt hat.“

Hätte die FSV-Reserve den Saisonstart in dieser Runde nicht so verpennt, wäre vielleicht sogar noch etwas in Richtung Aufstieg drin. Aber man soll sich ja auch ein paar Ziele aufheben – oder, Herr Yaylakci? „Absolut. Aber das wird sich alles ergeben. Wir wollen mit der Zweiten schönen Fußball spielen und oben dabei sein. Ich würde aber jetzt nicht gleich von einem großen Druck sprechen. Den gibt es nur auf der Toilette. Aus sportlicher Sicht sind zu hohe Erwartungen einfach ein Handicap.“

Geitl ergänzt: „Auf längere Sicht ist die Kreisklasse natürlich ein Ziel. Allein, um das Gefälle zwischen erster und zweiter Mannschaft möglichst gering zu halten.“ Die Pfaffenhofener hoffen dann in der neuen Saison, wieder mehr Derbys zu spielen: Laut Yaylakci und Geitl wolle man auf jeden Fall versuchen, wieder in die A-Klasse 4 zu rutschen. Duelle gegen Reichertshausen, Hettenshausen, Scheyern, Ilmmünster oder Schweitenkirchen – „darauf freuen wir uns doch alle am Wochenende“, sagt Yaylakci.


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