Logo
Vereine / Ligen
Anzeige
Anzeige

Bezirksliga Nord: Aufsteiger hat sich mit einer starken Serie eine gute Ausgangssituation verschafft.

Von Alexander Kaindl

Alle Mannschaften aus dem Fußball-Landkreis haben sich in die Winterpause verabschiedet. Die Verantwortlichen blicken auf die ersten Monate der neuen Saison zurück und analysieren das aktuelle sportliche Geschehen. Heute: Der FSV Pfaffenhofen.

Die Meinungen über den FSV Pfaffenhofen gingen vor dieser Saison weit auseinander. Es gab so manchen Fußball-Fan aus dem Landkreis, der den Aufsteiger auch in der Bezirksliga vorne erwartet hat. Andere waren sich sicher, dass es in der Kreisstadt sofort wieder nach unten geht. Zur Winterpause steht man irgendwo dazwischen, derzeit ist die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Wagner Neunter. Der Vorsprung auf die Abstiegs-Relegationsplätze beträgt bei einem Spiel weniger acht Punkte. Auf Platz zwei sind es 14 Zähler. Gesichertes Niemandsland? Nicht wirklich. Wagner hat eine klare Meinung: „Der Klassenerhalt ist nach wie vor das große Ziel. Wenn wir gut arbeiten, verletzungsfrei bleiben, gut starten und konstant sind, können wir es schaffen.“

Konstanz ist das große Thema bei den Rot-Schwarzen: Nach der lang ersehnten Rückkehr in die Bezirksliga stotterte der Motor zunächst gewaltig, zum Ende hin kam man dann ins Rollen. „Normal ist es ja eher umgekehrt: Man nimmt als Aufsteiger die Euphorie mit, holt anfangs viele Punkte und lässt dann nach. Bei uns war der August aber einfach beschissen“, erklärt der Coach. Vor allem die Urlaubszeit machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Dass so viele Spieler gleich bis zu drei Wochen weg sind – „das kenne ich eigentlich nicht. Im Training und in den Spielen hat man das deutlich gemerkt“, sagt Wagner. Hinzu kamen dann auch noch Verletzungen von ihm selbst und seinem Bruder Fabian oder Angreifer Raphael Boser.

Mit der Zeit wurde es aber besser und die Pfaffenhofener setzten zu ihrer famosen Serie an. Untypisch für einen Aufsteiger: Der FSV spielte Ballbesitz-Fußball, trat dominant auf und versteckte sich nicht in der eigenen Hälfte. Wagner wagt und gewinnt: Sieben Spiele in Folge war man ungeschlagen, knöpfte sogar dem großen Meisterschaftsanwärter aus Kirchheim drei Punkte ab. „Das war natürlich das große Highlight“, erinnert sich der Spielertrainer.

Um auch im neuen Jahr stabil zu bleiben, sollte sich die Mannschaft laut Wagner ein Beispiel an Manuel Andre nehmen: „Er war die Konstanz in Person. Wenn er gespielt hat, war er immer gut. Natürlich muss man auch unsere beiden Keeper Max Bleisteiner und Matthias Zörntlein loben und zum Ende hin auch Daniel Schilling. Ich könnte noch weitere nennen, für uns kommt die Winterpause eigentlich nicht zum idealen Zeitpunkt. Wir waren gut drauf“, betont Wagner.

Es könnte gut sein, dass er mit diesen Spielern noch eine längere Zeit zusammenarbeitet, denn: „Mannschaft und Umfeld passen super zusammen. Wir wollen längerfristig planen und gemeinsam unsere Ziele erreichen, das war von Beginn an die Vorgabe“, meint Wagner. Zwar habe es noch keine offiziellen Gespräche gegeben, der 31-Jährige wäre aber wohl relativ einfach von einer Verlängerung zu überzeugen. Was dagegen bereits fix ist: Daniel Drotleff und Nikita Müller haben den Verein verlassen. Hauptgrund war die Logistik – die beiden ehemaligen Nachwuchsspieler des SV Manching hatten von Ingolstadt eine weite Anfahrt zu bewältigen. Wohin für sie die Reise geht, ist laut Wagner noch unklar.  


Anzeige
RSS feed