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Kreisliga 1: Der Spielertrainer fällt mit einer schweren Knieverletzung aus. Die Paartaler zeigen aber einmal mehr Nehmer-Qualitäten.

Von Alexander Kaindl

In nicht einmal einem halben Jahr hat Markus Kurzhals in Hohenwart Dinge erlebt, die er für den Rest seines Lebens nicht mehr vergessen wird – im positiven wie auch im negativen Sinne. Vom Schock seiner schweren Knieverletzung bis zum legendären Torwart-Tor in der Derby-Nachspielzeit: Es war einiges geboten in den ersten Spielertrainer-Monaten des 27-Jährigen. Er glaubt weiterhin fest an das große Saisonziel Klassenerhalt.

„Wir stehen über dem Strich, also sind wir im Soll“, macht Kurzhals klar. Derzeit ist der TSV Neunter, der Vorsprung auf den ersten Abstiegs-Relegationsplatz beträgt vier Punkte. Ein einstelliger Tabellenplatz mit ausreichend Luft nach unten wäre etwas, das der Coach auch gerne Anfang Juni sehen würde. Trotz einer zwischenzeitlichen Durststrecke: Kurzhals und Co. haben gezeigt, zu was man im Paartal fähig ist. „Wir sind sehr gut gestartet. Da hat man gesehen, dass wir mit jedem mithalten können“, erinnert sich der ehemalige Jetzendorfer an die ersten Spiele. Vor allem im September gab Hohenwart Gas und verschaffte sich somit schon ein kleines Polster auf die verbotene Zone.

Dieses Polster – es war dann ziemlich schnell aufgebraucht. Nachdem sich Kurzhals gegen Manching II einen Totalschaden im Knie mit Kreuzbandriss und weiteren Begleiterscheinungen zugezogen hatte, kam man beim TSV nicht mehr auf die Beine. In den fünf Oktober-Spielen holte man nur einen Punkt. „Da sind wir einfach eingebrochen. Das hätte uns trotz der vielen Verletzten nicht passieren dürfen“, ärgert sich Kurzhals. Die gute Nachricht: „Wir haben vor der Pause nochmal den Kopf aus dem Sand bekommen und gezeigt, dass wir eine starke Truppe sind. Auf diese Leistung kann man aufbauen und das nehmen wir mit ins Frühjahr.“

Zunächst besiegte man den Aufstiegskandidaten aus Gaimersheim mit 3:0 und irgendwie war die Kurzhals-Elf auch im Derby gegen Baar-Ebenhausen zum Jahresabschluss der Gewinner. Nachdem Keeper Alexander Bäuerle nach einer Ecke in der 95. Minute zum 2:2 einnickte, herrschte Ekstase. Wieder einmal hatte man in Hohenwart allen Widerständen getrotzt und doch noch einen Weg zum Erfolg gefunden. Genau das hat auch der Coach vor: „Ob ich nach der Saison weitermache, ist noch offen. Mir gefällt es sehr gut in Hohenwart. Aber ich muss natürlich erst wieder fit werden, um auch auf dem Platz meinen Teil beizutragen.“ Teil eins der Mission Comeback 2019: Die Knie-OP in der kommenden Woche.


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