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Bezirksliga Nord: Trainer Alexander Schäffler bekennt nach einer überragenden Hinrunde seine Treue.

Von Alexander Kaindl

Alle Mannschaften aus dem Fußball-Landkreis haben sich in die Winterpause verabschiedet. Die Verantwortlichen blicken auf die ersten Monate der neuen Saison zurück und analysieren das aktuelle sportliche Geschehen. Heute mit dem TSV Jetzendorf.

Der TSV Jetzendorf hat zu seiner alten Stärke zurückgefunden. Eng verknüpft mit dem derzeitigen zweiten Platz ist der Name Alexander Schäffler. Der langjährige Kapitän hat vor der Saison das Amt des Spielertrainers übernommen und den schlafenden Riesen nach einer durchwachsenen Runde aufgeweckt. Der 29-Jährige könne sich keinen anderen Klub mehr vorstellen. Er sagt: „Ich bin jetzt elf Jahre hier. Wenn wir über eine Verlängerung sprechen, wird das von meiner Seite aus sehr einfach. Für mich gab es immer nur Jetzendorf, der Verein liegt mir sehr am Herzen. Ich kann mir nichts anderes vorstellen. Wenn ich mich hier einmal verabschiede, dann verabschiede ich mich auch vom aktiven Geschehen als Fußballer.“ Klare Ansage in Richtung Abteilungsleiter Willi Leimberger. 

 „Stolz“ – es ist das Lieblingswort von Schäffler. Er ist stolz auf den derzeitigen Tabellenplatz, stolz auf den Spiel-Stil, stolz auf den Charakter der Mannschaft. „Für die Jungs, die schon länger hier sind, war es sicher nicht einfach, dass plötzlich zwei ihrer Mitspieler als Trainer fungieren. Wie wir es da geschafft haben, miteinander zu arbeiten und auch gemeinsam Entscheidungen zu treffen, ist der Wahnsinn. Da zolle ich jedem aus dem Team allerhöchsten Respekt.“ Der zweite Tabellenplatz sei der Lohn dafür, dass „sich jeder für dieses grüne Trikot zerreißt“, betont Schäffler. Schon nach wenigen Wochen hatte der Coach ein gutes Gefühl. Damals sagte er, dass zwischen ihn, Co-Trainer Martin Schröder und die Mannschaft kein Blatt Papier passe. Mit dieser Mentalität spielte man sich in den Kreis der Aufstiegsfavoriten. 

Natürlich musste man bei den Grün-Weißen auch Rückschläge hinnehmen. Das Bittere: Man konnte selbst am allerwenigsten dafür. „Verletzungen passieren, das kann man kaum beeinflussen. Dass wir nun einige Spieler haben, die länger ausfallen, tut mir wahnsinnig Leid. Leute wie Stefan Nefzger oder die Ertl-Brüder investieren viel Zeit in dieses Hobby und kassieren dann solche Rückschläge“, meint Schäffler. Neben den Ausfällen waren es vor allem die Gegentore, die ihn ärgerten. Zwischenzeitlich seien Phasen dabei gewesen, in denen man es dem Gegner zu einfach gemacht hätte.

Bisher habe man beim TSV Jetzendorf von Spiel zu Spiel geschaut und abgewartet, wo die junge Mannschaft hinwächst. „Wenn ich jetzt sage, dass uns Platz drei reicht, wäre das aber einfach nicht wahr“, erklärt Schäffler. Natürlich wolle man nun ganz bis zum Schluss um die ersten beiden Plätze mitspielen. „Für einen Aufstieg braucht man Glück. Aber wenn wir am Limit sind, können wir auch gegen die Großen mithalten. Das hat man gesehen.“ Aufgrund der Langzeitverletzten und der Weltreise von Dominic Reisner brauchen die Jetzendorfer in der Rückrunde jeden fähigen Mann. Neuverpflichtungen seien nicht ausgeschlossen. Schäffler weiß aber: „Im Winter ist das unglaublich schwierig.“ Vielleicht wird er selbst dann wieder ein Thema. In der Hinrunde kam der Offensivspieler in fünf Bezirksliga-Partien auf 93 Minuten – ausbaufähig. „Die Pause ist für meinen Rücken sicher gut. Vielleicht ist nach dem Winter dann mehr möglich.“ Die gute Nachricht: Mit Johannes Haas steht ein Eckpfeiler dann wieder zur Verfügung.


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